Was ist Dropshipping?

Beim Dropshipping geht es darum, die Ware von (meist asiatischen) Händlern in einem eigenen Store zu vermarkten. Das bedeutet, dass du am Ende nie das Produkt in der Hand haben musst und trotzdem Kunden damit belieferst.

Das ist auf jeden Fall etwas problematisch, da du dich schwer von der Qualität deiner Produkte überzeugen kannst.
Hier hilft es, wenn du die Produkte vorher bei AliExpress bestellst und selbst testest bevor du sie in deinen Online Shop einpflegst.

Warum ist Dropshipping so interessant?

Die Einstiegshürde ist sehr gering. Das Einzige, was gebraucht wird ist ein Online Store bzw. Online Shop (hier wird sehr oft auf Shopify zurückgegriffen), und in diesem Store bietest du dann die Produkte zu einem höheren Preis an.
Du fungierst also als Zwischenhändler durch deinen Online Store und kannst selbst entscheiden zu welchen Preisen du die Produkte verkaufst.

Wie funktioniert es genauer?

Wie bereits erwähnt brauchen wir hierfür einen Online Shop, den wir optimalerweise mit Shopify erstellen.
In Shopify installierst du die App Oberlo und kannst damit direkt Produkte von Aliexpress (Tochter von Alibaba = chinesisches Amazon) importieren. Du änderst nur die Beschreibung, den Titel und den Preis, dann hast du die Produkte im Store.
Hierfür gibt es das Oberlo Addon für Google Chrome, sodass du noch schneller alles importieren kannst, was du interessant findest.
Wenn jetzt jemand in deinem Store das Produkt kauft, dann kannst du mit einem Klick das Produkt an den Käufer senden lassen und streichst deinen Gewinn ein.
Je nachdem wie gut du im Bereich Marketing bist, können deine Margen sehr, sehr hoch ausfallen.

Welche Möglichkeiten gibt es für das Marketing?

  • Facebook Ads
    Facebook Advertising ist derzeit das „günstigste“ Marketing Tool, um Besucher auf deinen Shop zu lotsen.
    Es ist jedoch nicht ganz so einfach, ein paar Dinge gilt es zu beachten. Um zu vermeiden, dass du Geld verbrennst kannst du dir einmal eine Schritt für Schritt Anleitung anhören und Tipps von zwei starken Marketing-Genies, die dich aufklären, wo das größte Verbrennungspotential liegt.
  • Mehr Traffic durch Virale Videoanzeigen: Finde Videos oder Bilder, die bereits viral gehen und nimm diese für dein Facebook Advertising – diese Taktik nutzt ein guter Bekannter von mir, der am Ende dadurch enorm viel Traffic / Besucher auf seinen Shop bekommt.
  • Google Adwords: Hier solltest du dich mal umsehen, denn Adwords Google ist die beste Anlaufstelle für Werbung. Jeder der nach „Regenjacke kaufen“ sucht, möchte auch eine erwerben. Anders hingegen möchte so gut wie niemand auf Facebook direkt kaufen, sondern dort wird das Verlangen erweckt. Das solltest du in deinem Marketing beachten.
  • Influencer Marketing (vor allem Instagram funktioniert hierbei sehr gut):
    Such dir am besten Instagram Accounts in deiner Nische mit 1000 bis 200.000 Abonnenten, dann schreib diese Personen an und verwende entweder einen eigenen Text oder den aus dem erwähnten Shopify Artikel, der entsprechende Vorlagen liefert. Es lohnt sich ihnen ein paar Produkte umsonst zu senden und nicht auf irgendwelche Fotos zu bestehen. Wenn diese deine Produkte cool finden, dann werden sie auch die beste Werbung für dich machen.

Die Produktauswahl

Natürlich ist nicht nur der Bereich Marketing entscheidend, sondern viel mehr die Produktauswahl.
Für ein gutes Produkt musst du etwas länger Recherchieren, jedoch gibt es hier mal drei kurze Tipps, wie du ein potentiell gutes Produkt finden kannst.
  1. Amazon / AliExpress Bestseller
    Schau dir auf Amazon an, welche Produkte die Bestseller in verschiedenen Nischen sind und finde heraus, ob die Konkurrenz hier sehr groß ist. Sollte diese zu groß sein, dann nimm ein anderes Produkt, denn du konkurrierst in der Werbung mit diesen Mitbewerbern und bezahlst mehr Geld.
  2. Trends: Trends sind ein großes Thema und wenn du einen Trend rechtzeitig erkennst, dann hast du auch viel Potential rund um deinen Online Shop – letztes Jahr waren Fidget Spinner zum Beispiel ein tolles Thema, jetzt brauchst du damit nicht mehr anfangen.

Weitere Quellen:

Da in meinem Podcast der Focus auf der Gründung eines Unternehmens und den verschiedenen Möglichkeiten liegt, die dir dazu zur Verfügung stehen, siehst du im Folgenden ein paar Quellen aufgelistet, die dir bessere und detailliertere Informationen geben werden.

  1. Bastian Baramis Blog Officeflucht.de:
    Bastian ist digitaler Nomade und verkauft selbst physische Produkte via Amazon FBA.
    Auf seinem Blog hilft er dir deinen langweiligen Bürojob hinter dir zu lassen und ein eigenes Online Unternehmen auf die Beine zu stellen. In diesem Artikel findest du die besten Informationen zum Thema Dropshipping.
  2. Mark Sarifidis YouTube Kanal:
    Mark ist ein junger und angehender Unternehmer, der dokumentiert, wie er seinen Shop aufbaut.
    So lernst du gleichzeitig aus seinen Fehlern und er stell dann eben auch die Fragen, die du dir in 1-2 Wochen stellen könntest.
    Es lohnt sich für dich auf jeden Fall vorbeizuschauen, wenn du den Prozess mitverfolgen möchtest.
  3. eRecht24.de für rechtliche Fragen:
    eRecht24.de ist das Portal schlechthin für alles rundum rechtliche Probleme. Dort wirst du viele gute Antworten bekommen, die dir sonst keiner geben kann.

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26 Replies to “Dropshipping mit Shopify und Aliexpress”

  1. Dazu habe ich mal eine sehr simple Frage. Ich habe mich mit dem Thema über die letzten Wochen intensiv beschäftigt. Habe alle rechtlichen und steuerlichen Geschichten bedacht.
    Eines frage ich mich jedoch. Fragt ihr die entsprechenden Aliepxresshändler ob ihr das Produkt in euren Shop per dropship verkaufen dürft oder legt ihr einfach über Oberlo einen ARtikel an und geht dann dem Dropshipping nach? Lange rede kurzer Sinn, besprecht ihr das vorher mit euren Lieferanten?

    1. Hallo Lilly, vielen Dank für deine Frage.
      Bisher haben alle meine Bekannten und Ich es so gehandhabt, dass die Produkte einfach eingebunden wurden.

      Prinzipiell kann das dem Händler ja egal sein und ist es im Normalfall auch.
      Hilft dir das weiter?

      1. Ja auf Jeden Fall. Hatte irgendwie Bedenken, dass sich der Verkäufer oder Hersteller daran stören könnte, dass ich seine Bilder und Markennamen verwende. Aber klingt so als hättest du und deine Freunde damit noch keine Probleme. ich mach mir wohl ein wenig zu viel Sorgen.

    2. Hi Lilly, bin etwas neu in dem Gebiet und frage mich was man denn Steuerlich / Rechtlich alles beachten muss? Ich geh mal davon aus das du auch als Deutsche einen Shopify Shop in Amerika betreiben/anbieten willst?
      Lg

  2. Wie funktioniert das mit der Rechnung? Ich hätte meinen Shop soweit fertig, biete Produkte von Aliexpress in meinem Shop an!
    Meine Frage, wenn der Händler dann die Ware verschickt, bekommt mein Kunde den wahren Preis? dann kauft der ja nie wieder bei mir ein!

    1. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten.
      Normalerweise legt der Händler keine Rechnung bei, weil das bei ihnen nicht verpflichtend ist und für dich auch nicht.
      Im B2C (Business to Customer) Geschäft bist du nur verpflichtet auf eine Anfrage hin, eine Rechnung auszustellen.

      Zusätzlich empfiehlt es bei der Order als Standardkommentar „Please do not lay flyers, promotion or any receipt inside because I am dropshipping the product.“ einzustellen.
      Damit gehst du sicher, dass dir hier nichts passiert.

    1. Die Kunden wissen nicht, dass Aliexpress existiert und schauen dort auch nicht. Wenn ein Kunde am Ende bei dir kauft und du das Vertrauen des Kunden hast, warum sollte er wechseln?
      Langfristig ist die Dropshipping Strategie ja auch so, dass du via Aliexpress testest welche Produkte wirklich funktionieren.
      Wenn du ein gut laufendes Produkt gefunden hast und Gewinn generiert hast, dann reinvestierst du diesen und lagerst Produkte ein, um deine Lieferzeit deutlich zu kürzen. Das macht natürlich erst Sinn, wenn dein Produkt auch wirklich Sales generiert.

      1. Hallo zusammen,

        ich habe mich auch vor damit zu beschäftigen, und frage mich auch wie das mit der Lieferzeit dem Kunden schmackhaft gemacht werden kann.

        Und wie sieht aus, muss einen Gewerbeschein beantragen?

        Wie macht Ihr das mit Reklamationen, bzw Garantie gibt es da bestimmte Vorschriften die eingehalten werden müssen??

        1. Das mit der Lieferzeit musst du deutlich kommunizieren, das ist natürlich klar.
          Entweder gehst du über „Free + Shipping“ und verlangst nur 10€ Versand, um erstmal Kunden zu generieren oder du sagst, dass aufgrund des hohen Andrangs die Lieferzeiten etwas länger sind.
          An sich gibt es keine perfekte Formel, um das Thema anzugehen.

          Einen Gewerbeschein brauchst du, dazu würde ich mich beim zuständigen Amt erkundigen.

          Reklamationen müssen 14 Tage lang möglich sein und werden an dich zurückgeschickt. Das ist das Risiko als Ecommerce-Händler.

          1. Hier bitte online nachlesen, was der Gewerbeschein für Anforderungen hat.
            Kann dir nicht beantworten, ob du ihn rückwirkend anmelden kannst oder nicht.

  3. Ich habe auch ein paar Fragen:

    – wenn ich mir diverse deutsche shops im vergleich zu amerikanischen shops ansehe, fällt in D verkaufen fast flach so gering wie die Trafficzahlen sind. Kennst du dich mit Verkäufen ins Nicht- EU-Land aus? Lohnt es hier im Land überhaupt ohne Mehraufwand eine erträgliche Mage zu erzielen, auch mit gutem Produkt?
    – Leute in Deutschland vergleichen generell mit Amazon bevor gekauft wird, dort bekommen sie meistens das selbe Produkt für den geringeren Preis samt schneller Lieferung, wie kann man dieses Problem behandeln?

    Ich hoffe ich bekomme eine Antwort, diese Fragen sind noch offen bei mir. Danke für den Artikel!

    1. Du kannst auf jeden Fall in Deutschland verkaufen, solange du es richtig machst.
      Genauso auch europaweit, rechtliche Empfehlungen gebe ich hier nicht, um mich nicht in Gefahr zu bringen, denn das ändert sich immer wieder. Google hierzu bitte oder frag einen Anwalt.

      Wenn die potentiellen Kunden in deinem Shop sind, dann wird nicht mehr viel verglichen. Dennoch kann es sein, dass sie nicht kaufen, weil sie deinen Shop nicht kennen. Es ist an dir mit dem Shop vertrauen aufzubauen.

      1. Hi Fabian,
        Danke für die schnelle Antwort. Ich nehme an, dass es also für die Chinese eher unüblich ist Ware auch wieder zurückzunehmen (vermutlich übersteigt das Porto und der Aufwand eh den Warenwert). Wo würde ich denn solche Info’s finden? Oder muss ich jeden Händler dazu einzeln befragen? Danke nochmal!

  4. Hallo,

    kann die Order dann Aliexpress automatisch zuordnen? Weil der Produktname wird ja etwas verändert manchmal – wie kann es dann zugeordnet werden damit ich bei Aliexpress das richtige Produkt bestelle?

    Wie kann ich das Impressum beim Shop angeben? Das ist ja Pflicht wenn ich den shop in Österreich betreibe.

    Gibt es sonst noch weitere rechtliche Aspekte zu beachten?
    Würde mich sehr freuen über Antworten und bedanke mich für die Mühe!!!

  5. Hallo,

    Ich habe eine Frage bezüglich des Bestell-/Leiferungsvorgangs. Und zwar bin ich etwas unsicher darüber, ob Kunden bereit sind die lange Wartezeit in Kauf zu nehmen. Wenn man sich auf aliexpress umschaut, dauert ein Versand von China nach Deutschland oft 20-40 Tage und wenn nicht sogar noch mehr.

    Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen, also Danke im Voraus!

  6. Hallo,
    wie ist es mit Zoll und Steuer? Sicherlich muss ich das auf meinen Gewinn noch mit drauf schlagen. Aber kann es sein, dass mein Kunde das Teil beim Zoll abholen muss? Gerade große und teuere Teile bleiben beim Zoll erst mal liegen.

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